Namibia – Deutschland in Afrika und AirBnB mit vollautomatischem Sicherheitssystem

Hotel “Am Kaiser”, Café “Anton”, Deutsches Amtsgericht, Gästehaus “Zur Brücke”, Am Zoll, Rosenquarz Straße………..

Wir fassen’s nicht.

Wir fahren mit unserem neuen Mietwagen (VW Polo, paßt ja auch) nach Swakopmund und lesen überall deutsch!

Aber es sieht nichts Deutsch aus. Aber afrikanisch wirkt’s hier auch nicht …

Wo sind wir denn hier gelandet?

Riesige gerade breite Straßen, die Häuser klobig und eckig, die meisten wirken neu. Ein Leuchtturm, ein Museum, die Post und unten am Strand ein langer Steg über das raue Meer gebaut. Die Temperaturen eher kühl bis kalt (wenn der Wind weht).

Am anderen Ende der Stadt eine lange Brücke und gleich dahinter Sandwüste.

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Es wirkt surreal, wie die Autos aus der Stadt heraus bzw in die Stadt hereingefahren kommen, auf dieser schnurgeraden Straße, und der Sand türmt sich an der Seite. Alle Autos fahren mit Licht hier, weil oft über der Stadt ein dunstiger Mantel liegt. Was ist das? Smog? Nebel? Ein Sandsturm? Wir wissen es nicht, aber dieses Naturereignis  wiederholt sich fast jeden Tag.

Unsere Unterkunft ist wieder mal Airbnb. Ein niegelnagelneues Apartment in einer Neubausiedlung, die sich noch im Bau befindet. Erinnert mich an Coral Cove, den Stadtteil bei uns in der Nähe von Bargara. Auch hier sind wir nur 300 m vom Strand entfernt. Neue Siedlungen mag ich nicht, und so bin ich nicht gleich begeistert.

Aber innen ist alles sehr geschmackvoll eingerichtet in neutralen hellen Farben und modernen Möbelstücken (das Ledersofa würde ich am liebsten in meinen Koffer packen und mit nach Hause nehmen), großzügig angelegt und blitzssauber.

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Und alles ist da, was man braucht, von einer voll eingerichteten Küche mit RICHTIGER KAFFEEMASCHINE (in leuchtend rotem Plastik, Ronald ist begeistert, nie mehr Prüttkaffee!) über eine moderne Stahl Kühl-/Gefrierkombination, Elektroherd und Backofen. Erstmalig seit unserer Abreise von zu Hause haben wir sogar eine vollautomatische Waschmaschine, und- man glaubt es kaum- sogar einen Trockner. Ich bin begeistert.

Später stelle ich fest, dass auch ein Bügelbrett inclusive Bügeleisen im modernen Eckschrank versteckt ist, sodaß ich – nett wie ich bin- Ronald anbiete, sein einziges Sporthemd zu bügeln, ein Angebot, daß er dankend annimmt.

Das Beste: Das Ganze kostet uns nur $52 pro Nacht. Ach, was wir wieder mal sparen können. Das tut der Brieftasche gut!

Wir fühlen uns also so richtig wohl, gewöhnen müssen wir uns lediglich an einen blauen Plastik- Hausschlüssel, der aussieht wie ein moderner Autoschlüssel, aber nicht mit einem Knopf zum automatischen Auf-und Zuschließen, sondern mit sechs verschieden bunten Druckknöpfen: H, G1, G2, A, B und P.  Einer für das Eingangstor, einer für das rechte, einer für das linke……na was?…Richtig geraten, Garagentor. Dann ein Knopf für das Sicherheitssystem und einer für einen Sicherheitsbeam, der das ganze Haus umschliesst. Ach ja, und dann noch P- das ist der Panikknopf. Wenn wir den drücken……keine Ahnung, was dann losgeht, haben wir- Gott sei Dank-  nicht gebraucht.

Ok: eigentlich ist es ja ganz einfach: Knopf drücken: PIEP !!!, der Beam ist an.                Knopf drücken: PIEP!!! PIEP!!!, der Beam ist aus. Aber in unserem Alter lernt man ja allmählich etwas langsamer.

Also, am ersten Tag kommen wir nach Hause, und müssen die richtigen Knöpfe bedienen. Ronald hatte gleich gesagt, er hätte alles genau verstanden, als es uns von Isperanza, der schwarzen, jungen Putzfrau bei unserer Ankunft erklärt worden war. Ich dagegen hatte gleich Probleme, mir alles zu merken.

Eingangstor: H. Drücken einmal: Türe, öffne dich. Klappt auf Anhieb.

Als nächstes ist der gelbe Knopf dran: G1. Wie mit magischer Hand rollt sich das rechte Garagentor automatisch auf.

Schnell, schnell: H nochmal drücken, damit das Tor sich hinter uns wieder schließt.

Wir fahren in das geöffnete rechte Garagentür und das Trommelfell platzt uns beinahe von dem sofortigen Lärm, der uns umgibt: Hilfe, der Beamer ist noch angestellt und denkt, daß wir Einbrecher sind. Der Lärm ist ohrenbetäubend.

Wir versuchen es mit den Knöpfen auf unserem Schlüssel: kein Erfolg ! UAHUAHUAHUAH, schlimmer als eine Feuersirene. Ronald geht in die Wohnung und drückt diverse andere Knöpfe, die an der Wand innen angebracht sind. Nach einer Ewigkeit hört der Beamer endlich auf, diesen unerträglichen Lärm von sich zu geben.

Also, wenn ich Einbrecher wäre, ich würde RENNEN!!! Wir atmen erleichtert auf und können endlich das Auto ausräumen.

Nach ca 10 Minuten klingelt es und der Sicherheitsdienst steht vor der Tür, will wissen, was hier abgegangen ist. Wir können ihn beruhigen und schaffen es auch tatsächlich, den Beamer in Zukunft immer abzuschalten, bevor wir das Haus betreten.

Man lernt doch immer wieder etwas dazu im Leben.

Mir kommt dabei der Gedanke an unser Haus in Bundaberg. Wir haben lediglich einen Schlüssel für die Hintertür, keine Sicherheitsschlösser, keinen Zaun, keine Gitter vor den Fenstern, kein Tor, unsere beiden Garagentore haben den gleichen kleinen Schlüssel, und oft vergessen wir, das Haus abzuschließen, wenn wir schlafen gehen.

Aber: Vor nicht allzulanger Zeit hatten wir Einbrecher, die von hinten  in unsere Garage eingebrochen sind und Ronald’s Motorroller geklaut haben.

Also Ronald, wenn wir wieder nach Hause kommen, mußt du als erstes einen vollautomatischen Sicherheitsbeamer einbauen.

Aber ernsthaft: Wie würden wir uns wohl fühlen, wenn wir unser Haus immer so verrammeln und verriegeln müßten, wie wir das hier immer wieder vorfinden, in allen afrikanischen Ländern. Vielleicht würden wir dann auch in Erwägung ziehen, in ein anderes Land zu gehen, in dem wir uns sicher fühlen können?

Warum haben wir so viele Südafrikaner, die nach Australien ausgewandert sind?

Sie suchen Sicherheit für sich und ihre Kinder. Aber es sind wohlsituierte Leute, die gute Ausbildungen und Berufe haben und genug Geld.

Aber diese Alternative ist für die meisten (Schwarz)-Afrikaner unerreichbar. Aber die haben auch meistens nichts, was sie mit einer vollautomatischen Sicherheitsanlage schützen müßten. Die Mauern bauen nur die um sich herum, die Angst haben, man könnte ihnen was wegnehmen von ihrem materiellen Wohlstand.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Paradise Etosha

They are tiny and bright yellow.

They look like miniature daisies, popping their little heads out just centimetres off the ground.

They stand close to each other, in fact very close, one next to the other, but not in a straight soldierlike fashion, no, very casually, all over the place. And they appear in big numbers. Hundreds, thousands, millions even. Looking at them, they almost melt into one big splash of colour.

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They only came up a few days ago, after a thick grey curtain of rain dumped its wet content on the thirsty, tan coloured ground, in bucket loads.
That was enough. Enough life giving water for the little ones to gain strength in order to push their tiny buds through the dry crust of sandy soil.

 

IMG_1337One popped its head up and opened its petals up to the sun, then another, and another. Quickly, quickly.

With a blink of an eye they have woven an almost fluorescent, brightly yellow shining carpet, all over the ground, sometimes in small patches, sometimes large as a football field.

The mild morning sun brings out God’s perfect creation in its awesome splendour.

These happy little flowers don’t yet know how long they will last. Dangers are awaiting at any time. Small animals might come and nibble on their tiny juicy leaves. Heavy animals might stomp on them with their mighty feet and destroy the fragile flower stems in an instant. And each step would kill many in one go. The fiercely hot midday sun could suck the last bit of moisture out of them and cause them to wither.

But – right now- they are here, happily smiling into the sunlight, holding their little faces up proudly and gather around an oval shaped waterhole in the arid landscape.

Then – the added bonus:

Slender dark brown kudus walking leisurely around the water’s edge, raising their big ears up and looking right and left cautiously before lowering their head towards the refreshing water surface.

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From the right side, a herd of striped zebras gallop towards the water, without a care in the world, strolling along, their heads going up and down in a rhythmic manner as they move along.

A few taller, dark green bushy trees make up the background of this peaceful picture.

After a while, behind them even taller necks appear, long and thin, ears and tiny horns attached to a pointed head. One, two, three, and four. Ever so gracefully, they move their skinny long legs forward to make their way to the waterhole, some lighter, some darker patches on the fur of their neck and body. They are so, so tall and elegant, these giraffes.

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Will they make the effort to spread their front legs outwards and lower their long flexible neck to drink? They consider it for a while, standing rather still, looking in the distance, and finally decide to continue their leisurely walk to slowly  disappear between the trees once more.

To me, the quiet observer, it seems as if this must be a scene from paradise in its purest form, exactly the way God created it for man and woman to enjoy.

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Klein Namutoni

My only wish remains  that I could capture this image eternally in my mind and soul and bring it out as an original to see for all people who are less fortunate than I and have no opportunity to travel to this part of the world.

I felt a deep sense of peace.

 

 

Malawi – impressions on long lakes and lovely landscapes, touts and touchy teenagers, a plethora of pushbikes and polite policewomen – and, most obvious, impressions on richer and poorer

Malawi welcomes us with heavy rain. Ewen, the tobacco farmer, picks us up and drives in front of us on empty tarmac roads. The visibility is poor, but Ron and I sit in our hire car and can’t believe how few people we see on the roads here. And they seem to be in much better condition than anywhere else in Africa that we have been. And this is supposed to be one of the poorest countries on this continent?

Where are the dirt roads and potholes?

How does that match?

After about an hour we turn right onto dirt and after another 10 minutes we arrive on the farm. We spend the first 2 nights here, hosted by Ewen in this big old, comfortable farmhouse. As we get to know more about life on the farm we learn that Ewen employs up to 1000 people in his busiest time and that he has set aside 300 units of land for families to work on and reap the benefits of their work. Of course, all these people are black. Ewen’s property is huge and we learn that there are other assets elsewhere as we are offered to spend 2 nights in their cottage on the Zomba plateau.

This would become one of the highlights of our trip , but before going there we book ourselves into Eagle’s Nest, a beautiful resort directly situated on the southern side of beautiful Lake Malawi. We get given a small banda directly on the beach, nicely furnished with a comfy bed, air-conditioning and the best shower we’ve had in the whole of Africa up to now. Aren’t we spoiled? IMG_0709

We seem to be the only guests in the resort and get treated like king and queen. “Madam, my name is Isaac and I am here to look after you today. Can I get you a drink?” And so it goes on. Tables get shifted, chairs and cushions adjusted to make us comfortable.

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The dinner menu gets explained and ordered for a certain time and , alas, it turns 7.30 and “Madam, your dinner can be served now.” I think I must have grown a few centimetreIMG_0713s or am I just holding my head a bit higher when treated like this?

 

 

The next day we go on a half day sailing tour. Our skipper is a friendly, handsome looking young man who stirs the catamaran sometimes with wind, sometimes with the motor, towards an island where we are planning to snorkel to watch the little colourful cyclets who inhabit the lake and during the snorkeling make me feel as if I swim right through Fynn’s fishtank.

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All of a sudden, the wind picks up and my hat flies off and into the water. The next thing I notice is that our skipper whose name I have already forgotten takes his shirt off and jumps after my hat, not before he has shouted a command like : “Hold the boat!” to Ronald who – for a while – had handled the boat quite confidently and with a lot of joy.

Well, the skipper soon has my hat in his hand, but Ron doesn’t seem to be able to hold the boat and very quickly it looks as if we are losing our skipper. His head is just above the water which is quite wild at this point in time and he seems to move further and further away from the boat.

Gosh, if I had been the only person left on that boat I would have panicked and the skipper would have drowned. It was a dramatic scene and I am not kidding right now.

Ronald eventually manages to turn the boat around and in the right direction (how exactly he did it will remain a mystery to me for the rest of my life). Quite exhausted, the skipper holds on and is able to climb back on board and – once again- take charge.

We make it safely to the island and have a great time snorkeling in the water and observing the little blue cylets. On the way back we feed sea eagles with small shiny sardines and except the fact that just before the end of our trip Ronald’s hat also ends up in the water we have no further adventures. (Needless to say that the skipper didn’t think Ron’s hat was as important as mine and didn’t jump after it).

What did I say? We were treated like kings and queens. At least I was treated like a queen. How else would someone jump into the water to rescue a sunhat if it wasn’t for                 ‘My Highness’?

 

(Malawi to be continued)